American Lifestyle
Indianer Reservat im Grand Canyon Nationalpark
Die Urbevölkerung der USA trifft man heutzutage nur noch in Reservaten im Norden Amerikas an. Durch Europäer und Schwarze stark verdrängt, genießen sie nun ihre Kultur in eigens für Indianer eingerichtete Reservate. Durch ihre Popularität sind sie hingegen zur Touristenattraktion geworden.
Ein Besuch im Indianer Reservat des Grand Canyon Nationalpark, wo die Navajo Indianer leben, sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Dieses Reservat wird von den Navajos selber verwaltet. In dem fast 56.000 Quadratkilometer großen Areal ist das Reservat der Hopi Indianer mit eingeschlossen. Die Navajos haben eine eigene Regierung und eine eigene Polizei, die Reservation mit eigener Verwaltung wurde den Indianern 1868 durch General Shermann per Vertrag zugesichert. Allerdings leben die Indianer dort an der Armutsgrenze in runden Hütten, den Hongas, aus Holz und Stein, die über das ganze Areal verteilt aus der Erde ragen.
Die Navajo Kinder gehen außerhalb des Reservats zur Schule, Kinder mit guten Abschlüssen, wenden dem Reservat den Rücken zu, um Geld in der Zivilisation zu verdienen, denn die Lebensverhältnisse dort gleichen einem Dritte Welt Land. Arbeitslosigkeit ist auch hier eine sehr große Problematik, außer Viehzucht und dem Herstellen von Schmuckgegenständen, hauptsächlich für die Touristen, sind dieses ihre einzigen Einnahmequellen. Touristen sind daher gerne gesehen, denn sie sorgen für den Lebensunterhalt der Indianer.
Ein weiteres sehr großes Problem dieser Personengruppe, sind die starken Verstrahlungen, durch den ehemaligen Uranabbau in der Gegend, die zu Todesfällen und Missbildungen führten. Bis heute gibt es dort Zonen, die aufgrund der Verstrahlung nicht betreten werden dürfen.
Ein Besuch des Reservats hilft zugleich den Indianern beim Überleben.


